Flotter Indiepop aus Perth, Australien. Die sympathisch rumpeligen Split Seconds fielen schon letztes Frühjahr positiv auf. Inzwischen sind die Jungs um Songwriter Sean Pollard so weit, für den Juli ihr Debütalbum namens “You’ll Turn Into Me” anzukündigen. Voher gibt’s zwei Singles: “Top Floor” sowie “All You Gotta Do”
Ist noch Platz im Plattenfach für eine weitere Post-Mumfords-Band? Admiral Fallow unterscheiden sich von all den anderen Nu-Folkies… wodurch?
Nun, zuerst mal sind’s Schotten und sie singen mit Akzent.
Zweitens rocken die auch ein bisschen. Ich bilde mir ein, hier diese schottische Ernstigkeit von Frightened Rabbit oder We Were Promised Jetpacks zu erkennen.
Drittens ist eine Damenstimme mit im Lineup.
Beard Count: 2/5
Doch, die kann man schon wieder erkennen. Und “The Paper Trench” ist eine feine Single.
Normal poste ich ja hier doch eher IndiePop und weniger IndieRock. Aber diese Nummer von Factory Brains aus Stockholm macht mir Spaß, weil ich finde, der Sänger könnte der kleine Bruder von John Engelbert (Johnossi) sein. Sein Name ist allerdings Samuel Söderberg. Damit man sich’s besser merken kann, heißt auch der Song “Factory Brain”
Konsequent bin ich ja nicht. Da schimpfte ich neulich über drei Bands, denen meiner Meinung nach jede Originalität abgeht… und poste dann hier die neue Single einer Band, die klingt, als sei sie aus dem Jahr 1991 zu uns gebeamt worden. Shoegazing plus baggy Shuffle-Beat – so klangen Chapterhouse, Swervedriver & Co vor 21 Jahren, aber original. The Laurels sind ein Quartett aus Sydney, gelten als Australiens viertbeste Liveband (das war jedenfalls das Ergebnis einer Leserpoll der Website Mess & Noise) und ihr prominentester Fan ist angeblich der Schwimmer Michael Phelps. Die vier stehen vor der Release ihres Debütalbums, bisher gab’s down under eine EP. Originell ist es nicht, die x-te Shoegazing-Neuerwärmung aufzutischen. Aber mei, mir schmeckt’s halt trotzdem so gut. The Laurels machen genau den Sound, auf den ich geprägt bin. Und so ideal wie die Laurels muss man das auch erstmal hinkriegen
Eigentlich liegt man nie falsch mit School Of Seven Bells. Dennoch: “Reappear” ist als Single natürlich eine ungewöhnliche Wahl. Schon schön, in seinem Slowdive’schen Zeitlupensound. Kommt im Albumzusammenhang natürlich auch sehr stimmig. Aber auf sich alleine gestellt? Sagen wir’s so: An die Diskokugel wird mir im Atomic keiner springen, würde ich das Lied auflegen. Da hätte “Ghostory” doch noch ein paar andere Möglichkeiten geboten.
In meinem gestrigen Post waren die Nordiren The Cast Of Cheers unter den Bands, über die ich schimpfte. Prompt stellen sie heute ihre nächste Single online. Hatte ich Recht, als ich ihnen fortgeschrittenen Foals-ismus unterstellte? Entscheidet selbst…
Immer, wenn ich hier mehrere Tage kein Video poste, habe ich das Gefühl, mich entschuldigen zu müssen. Ich will doch eigentlich, dass hier praktisch täglich etwas Neues zu lesen ist, mit einem kurzen Kommentar meinerseits. Aber was tun, wenn man mehrere Tage auf nichts stößt, das man unbedingt weiterleiten und pushen will?
Soll ich etwa deswegen diese Australier posten, die gerade down under Alpine und San Cisco supporten, die sich auf dieser Single aber auch nur als die hundertsten Post-MGMT-Kids zeigen? The Naked and Famous haben wenigstens noch diesen geilen Poprush und ihr Album hat eine Menge Variation. Aber “Young Adult” von den Voltaire Twins ist schon dreist – selbst der Songtitel könnte sich nicht präziser auf “Kids und “Young Blood” berufen. Der Sound der Kopie der Kopie der Kopie der Kopie.
P.S. Hoppla – dieser Song IST “Young Blood”. Man kann mitsingen.
Noch dreister: Satellite Stories aus Finnland. Genau die Sorte Half-a-door-Cinema-Club, die ich hier nie posten wollte. Dieser Kopismus geht mir voll auf die Eier und der Sänger schaut aus wie der von Sunrise Avenue (Schüttel!) Meine Bezeichnung eben war noch zu nett. Half-a-catflap-black-and-white-TV-guy-without-friends.
Älter, aber wo wir schon dabei sind: The Cast Of Cheers sollen sich halt The Foals of Foals nennen and be done with it.
Ich meine, ich verlange ja nicht, dass jemand die Gitarrenmusik revolutioniert oder das Rad neu erfindet. Aber ein Minimum an Persönlichkeit und Originalität muss doch gegeben sein. Klar, viele meiner Lieblingsbands sind (auch wenn’s keiner zugeben würde) Teil einer Szene, sie alle haben sich von Vorbildern leiten und beeinflussen lassen. Klar, Oasis haben bei den Beatles geklaut, klar – um aktuellere Blogfavoriten zu nennen – Deep Sea Arcade folgen den Stone Roses und The Concept vergöttern Phoenix. Aber die verbinden ihre Liebe und ihre Hommage doch mit eigener Persönlichkeit, die nehmen ihre Vorbilder doch als Ausgangspunkt für ihr eigenes Ding, nicht als Zielpunkt.
Gut, das kann meine eigene subjektive Wahrnehmung sein, die durch meinen persönlichen Geschmack verzerrt ist. Und wer weiß, vielleicht wird die nächste Single einer der Bands, über die ich eben oben gelästert habe, der Hammer und ich schäme mich nachträglich. Naja, wir werden sehen.
Neue Interviews im Kasten, aber noch nicht transkribiert: Mathias Björkas von Cats on Fire und Gary Jarman von – Hurra, hurra! – den Cribs. Bald hier zu lesen. Greetings.
Ich habe wenig gepostet diese Tage, klar, über Ostern haben auch die Labels Pause gemacht. In Australien ist jetzt aber schon Dienstag, also hat Modular die neue Ladyhawke-Single ins Netz gestellt, da springe ich schnell auf (bevor die Universal sie sperrt und ich auf vimeo updaten muss….), denn das ist Popmusik, wie ich sie mag.
Ich war aber nicht faul über Ostern – ich habe ordentlich Interviews transkribiert und jetzt unter anderem Husky, Spain, We Are Serenades und Django Django auf Halde. Wollte ich nur mal gesagt haben. Die Texte werde ich hier wie immer in etwa dann platzieren, wenn die Alben auch in Deutschland offiziell erscheinen. Also – nicht umschalten, und so.