Das Gesicht kennen wir doch… oh, Mann, klar! Gerard Love ist’s, vom Teenage Fanclub! Der Name seines neuen Projekts ist Lightships. Und das Ganze klingt, wie man sich Gerard Love solo vorstellt. Swoonsome.
Als wir letzten Mai auf dem SPOT Festival in Aarhus waren, da lief im dänischen Radio auf und ab: “Rainbow Girl”, die Single vom Girl-Elektropop-Trio Giana Factory. Dieses Frühjahr erscheint ihr Album “Save The Youth” – mit neuem Cover, übrigens – auch im Rest der Welt, also wurde auch für “Rainbow Girl” ein neues Video gedreht. Übrigens: Louise Foo, Schwester von Sherin Foo von den Raveonettes (und dort auch schon auf Tournee für sie eingesprungen), ist Mitglied bei Giana Factory.
Dass Cut Copy, obwohl sie für ihr famoses “Zonoscope” nominiert waren, am Sonntag nicht den Grammy fürs Dance/Electronica-Album des Jahres gewannen, das wird sie schon nicht deprimiert haben. Dass statt ihnen ausgerechnet Skrill-fucking-ex gewann, naja, uuuh, oooh, darüber sollte man wohl gar nicht erst irgendwelche Worte verlieren.
Kopf von Cut Copy ist bekanntlich ihr Sänger Dan Whitford. Aber auch Bassist Ben Browning kann was. Okay, seine Debüt-Solo-Single “I Can’t Stay” klingt sehr modular, erinnert mich zum Einen an Cut Copy selbst und an Modulars SWE-Signings The Tough Alliance bzw. ceo. Aber sehr anhörbar, der Song, und das Video bringt einen zum Grinsen.
Na, wie lange wird’s wohl dauern, bevor das Niki & The Dove – Video zu “The Fox” gesperrt wird? Die Single erschien schon letzten … Mai? Circa? Das Video wird erst jetzt nachgelegt, sieht aber klasse aus.
Muss man noch dazu sagen, wer Niki & The Dove sind? Nee, oder?
Henric de la Cour. Auch so ein Dauer-Dauer-Dauerbrenner, der immer noch nicht durch die Decke gegangen ist und das wohl auch nicht mehr tun wird.
Jedenfalls. Als Sänger der Band Yvonne aus Eskilstuna machte Henric genau zur falschen Zeit Post-Depeche Mode-Sound (so ca. 1995-2001). Viel zu früh fürs 80s-Revival. Das reichte, um in Schweden zum Begriff zu werden, aber auf dem internationalen Markt kriegte man Yvonne nicht platziert. Auch wenn die Sony es bei ihrem vierten Album “Lost In The City Nights” durchaus versuchte. Ich besitze nur Yvonnes letzte zwei Alben, aber die stecken voller Superhits.
Auch seine zweite Band Strip Music (2003-2007) fand ich begeisternd. Die Single “Desperation” haben wir damals auf “Åtömström 1″ untergebracht. Ich weiß noch, als wir damals anfingen, die Tracks zu organisieren, waren Strip Music die ersten, die mit Freude zusagten. Das gab allen einen Schub, ich erinnere mich gerne zurück.
Nach der Trennung von Strip Music kam’s zur Yvonne-Reunion, die 2008 jedoch nur zu Shows, keinem neuen Album führte.
Letzten Herbst kam dann Henrics erstes Soloalbum, es ist elektronischer geraten als sein voriges Werk und von seiner Ästhetik her haut Henric diesmal mehr als je zuvor in die Gruft-Kerbe. Auweia, der Look ist mir eigentlich viel zu Sonic Seducer-mäßig. Aber, aber, aber, diese Musik, die gefällt mir trotzdem DERMASSEN gut. Die zweite Single aus dem Album ist “My Machine”. (Nach dem Break ein paar ältere de la Cour-Werke…)
Eugene McGuinness ist ja schon seit einiger Zeit am Machen. Das kommende Album wird sein drittes. Trotzdem, in meiner Welt hat er bis vor kurzem einfach irgendwie nicht stattgefunden. Plötzlich entwickelt er sich zum Indie-James Bond. Zum echten Knallkörper, der Glam von Suede, der Grip von Franz Ferdinand. War das immer schon so? Ist das neu? Jedenfalls: Das könnte noch so richtig explodieren, dieses Jahr.
Mal wieder eine Runde feiner Folkpop? Nix Neues, aber schon schön: Inlet Sound aus Hamilton, Ontario. Ein Video, das so ausschaut, wie man sich Kanada vorstellt und auch entsprechend klingt. Kann man doch keine Einwände gegen finden.
Sitze heute vorm Rechner, Alben abhörend, Rezensionen fürs Heft schreibend. Immer noch viele Nugazer unterwegs, leider selten mit erhöhtem Wiedererkennungswert. Immerhin, eine von diesen neuen Bands hat mich an Acetone erinnert. Die waren schon ein ganz anderes Kaliber, damals in den frühen 90s. Machten Psych-Shoegaze von einer beinah country-esken Perspektive aus, obwohl alt.country selbst damals auch noch im Embryostadium war. Heute könnten Tame Impala Brüder im Geiste sein, wenn auch wachere.
Acetone kamen aus Südkalifornien und machten fünf Alben zwischen 1993 und 2000, die letzten habe ich gar nicht mehr mitbekommen. Sänger Richie Lee, einer der engsten Freunde von Jason Pierce (Spiritualized), kam leider nie vom Heroin los und beging 2001 Selbstmord. Das Spiritualized- Album “Amazing Grace” gilt als Jasons Tribut an den toten Freund. Mehr Acetone nach dem Klick… read more »